Stephan Meyer wirbt bei Wulff und Merkel um Solidarität

Nach der Flut: Nun ist die Solidargemeinschaft gefordert.
10.000 Arbeitsplätze bedroht, 250 Millionen Euro Schaden, vielerorts grassiert Existenzangst.

Wenn heute Bundespräsident Christian Wulff im Sächsischen Landtag weilt, trifft er auf den Zittauer CDU-Wahlkreisabgeordnete Meyer, der diese Möglichkeit nutzen wird um einer persönlichen Bitte mehr Nachdruck zu verleihen – Solidarität für die Hochwassergeschädigten.

Dresden. Bereits am 19. August wandte er sich in einem Schreiben an das Bundespräsidialamt, mit der resoluten Bitte um finanzielle Unterstützung durch den Bund und den Besuch des Staatsoberhauptes in den von der Flutkatastrophe betroffenen Gebieten der Oberlausitz. „Wulff möge sich persönlich ein Bild machen von der Situation und mit seinem Besuch um Solidarität auf Bundesebene werben.“

Stephan Meyer, MdL: Die zinsgünstigen Darlehen stellen eine zeitnahe Unterstützung dar. Es geht nun darum die Lebens- und Arbeitsbedingungen wieder herzustellen.

Stephan Meyer, MdL: Die zinsgünstigen Darlehen stellen eine zeitnahe Unterstützung dar. Es geht nun darum die Lebens- und Arbeitsbedingungen wieder herzustellen.

Meyer sieht die regionalen Auswirkungen der Flutkatastrophe in „gleichem Umfang, wie bei der Jahrhundertflut im Jahr 2002“.

In Summe sind über 10.000 Arbeitsplätze in kleinen und mittelständischen Unternehmen bedroht, unter den Bewohnern in den Hochwassergeschädigten Gebieten grassiert Existenzangst, durch Verlust von Arbeitsplatz sowie von Hab und Gut, informiert Meyer.

Die Flutkatastrophe, die nicht in dem Vergleich mit saisonalen Hochwässern gesehen werden kann, vernichtete zahlreiche Privathäuser, Straßen und kommunale Einrichtungen sowie Unternehmen und Gewerbestandorte.

Ebenso wenig blieben weder das Klosterstift St. Marienthal in Ostritz, noch der Zittauer Tiergarten von der Flut verschont.

Den Wassermassen, hervorgerufen durch extreme Niederschläge und dem Bruch zweier Staubecken in Polen und Tschechien, hielt nichts stand.

Die Schäden belaufen sich nach ersten Schätzungen, allein im Landkreis Görlitz, laut Meyer mit Stand 19. August, auf 250 Millionen Euro.

Zeitgleich richtete der Oberlausitzer Abgeordnete seinen beherzten Appell um finanzielle Bundesunterstützung auch unmißverständlich an Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel und informierte über Lage, Zahlen und Fakten.

Meyer, der die Unterstützung durch den Freistaat als einen „richtigen Weg“ sieht, hofft dennoch das sich der Bundespräsident nun auch für finanzielle Unterstützung durch den Bund stark macht. Ebenso erwarte der Oberlausitzer Abgeordnete die Einflussnahme des Bundespräsidenten auf die Versicherungsgesellschaften, die sich mit der Schadensregulierung immer noch schwer tun. (nk)

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