Feist fordert Transparenz für Bildungsabschlüsse von Migranten

CDU-Bildungsexperte Dr. Thomas Feist: Zugewanderte Fachkräfte müssen eine faire Chance auf dem Arbeitsmarkt erhalten.

Leipzig. Anlässlich der Interkulturellen Wochen 2010 in Leipzig erklärt der Leipziger Bundestagsabgeordnete Dr. Thomas Feist: „Der Fachkräftemangel hat Deutschland längst erreicht. Das IW Köln schätzt den wirtschaftlichen Schaden des Fachkräftemangels für das Jahr 2009 auf 9 Milliarden Euro. Gleichzeitig arbeiten in Deutschland ca. 300.000 zugewanderte Fachkräfte nicht in ihrem Beruf, weil ihre Abschlüsse oft nicht anerkannt werden.

Die Union hat dieses Problem früh erkannt und darauf reagiert: Bereits im Koalitionsvertrag wurden Maßnahmen zur Verbesserung der Anerkennung ausländischer Bildungsabschlüsse vereinbart. Nach verschiedenen Anhörungen (wir berichteten) im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung wird die Bundesregierung noch in diesem Jahr einen Gesetzesentwurf vorlegen. Der Gesetzentwurf wird den Rechtsanspruch auf ein Anerkennungsverfahren innerhalb eines bestimmten Zeitraumes, vorrausichtlich 6 Monate, enthalten.

CDU-Bildungsexperte Dr. Thomas Feist aus Leipzig.

CDU-Bildungsexperte Dr. Thomas Feist aus Leipzig.

Mir ist es wichtig, dass hier ein transparentes Verfahren entwickelt wird, das gut dokumentiert und für alle Beteiligten nachvollziehbar ist.

Es geht dabei nicht um eine faktische Gleichstellung zu deutschen Abschlüssen, sondern um die formale Anerkennung der Lebensleistung des Einzelnen und der Kompatibilitätsprüfung der jeweiligen ausländischen Qualifikation.

Bei allen Verfahren ist allerdings darauf zu achten, dass das sehr hohe Niveau deutscher Berufs- und Bildungsabschlüsse nicht verwässert wird.

Zielgerichtetes Handeln würde mehr als bisher zur Integration beitragen. Denn die Anerkennung der Lebensleistungen und Abschlüsse von Migranten trägt erheblich dazu bei, dass sie sich in Deutschland gleichberechtigt und willkommen fühlen.


Es ist gut zu wissen, dass sich nun auch die Stadt Leipzig dem Problem mit Veranstaltungen im Rahmen der Interkulturellen Woche angenommen hat.“

Quelle: MdB Dr. Thomas Feist

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