Augusthochwasser 2010: Regierung zieht Bilanz

Ministerpräsident Stanislaw Tillich hat von den Sachsen mehr Eigenvorsorge vor Naturkatastrophen gefordert. Diesen Appell richtete er am Mittwoch sowohl an Bürger als auch an Kommunen. „Angesichts sich häufender extremer Wetterereignisse kann es jeden treffen“, sagte Tillich in seiner Regierungserklärung zum Hochwasser von Anfang August im Landtag.

CDU-Landesvorsitzender Stanislaw Tillich

CDU-Landesvorsitzender Stanislaw Tillich

Dresden. Überschwemmungen, Starkregen oder Sturm seien Risiken, gegen die man sich in der Regel versichern könne.

An erster Stelle müsse jetzt die Frage nach der Eigenvorsorge stehen, „nicht die nach staatlicher Hilfe“, fügte Tillich hinzu.

Nach einer vorläufigen Schadensbilanz der Staatsregierung belaufen sich die Schäden durch das Augusthochwasser auf etwa 800 Millionen Euro.

Davon entfallen allein rund 300 Millionen Euro Schäden an wasserwirtschaftlichen Anlagen und kommunalen Straßen sowie Brücken.

270 Millionen Euro davon können über bereits beschlossenen Förderrichtlinien finanziert werden.

CDU-Fraktionsvorsitzender Steffen Flath würdigte die Leistung der Katastrophenhelfer. „Ich bin allen außerordentlich dankbar, die schnell und wirksam eine größere Katastrophe abgewendet und vor allem Menschenleben gerettet haben.

Dabei schließe ich die Staatsregierung und kommunalen Verwaltungen genauso ein wie die vielen Einsatzkräfte der Polizei, Feuerwehr und anderen Hilfsorganisationen und selbstverständlich auch die Bürgerinnen und Bürger vor Ort. Es hat sich wieder einmal gezeigt, dass die Sachsen in der Not zusammenstehen“, sagte Flath.

Quelle: CDU-Fraktion des Sächsischen Landtag