Regierungsbilanz 2010: Bildung und Forschung
31. August 2010 Berichte
Bei der Bildungspolitk kommt der klare Kurs der Sächsischen Union voll zur Geltung. Verantwortungsvolle Haushaltspolitik macht dies möglich. Ministerpräsident und CDU-Landesvorsitzender Stanislaw Tillich (CDU) bemerkt dazu an: „Durch die geringere Verschuldung spart Sachsen im Vergleich zu anderen ostdeutschen Ländern jährlich Zinsen in Höhe von fast einer Milliarde Euro. Damit können wir unseren hohen Standard bei Hochschulen und die Kita-Förderung finanzieren.“
Dresden. Der Freistaat Sachsen steht beim Bildungsmonitor 2010 (wir berichteten) mit deutlichem Abstand zum fünften Mal in Folge an der Spitze. Bei Wettbewerben wie der Internationalen Mathematik Olympiade, dem bundesweiten Sprachenwettbewerb oder der Internationalen Chemie Olympiade glänzen sächsische Schülerinnen und Schüler ganz oben auf den Siegerpodesten. Erstmals wurden in diesem Jahr zwei sächsische Gymnasien als Europaschulen ausgezeichnet. Diese Beispiele unterstreichen, dass in Sachsen Qualität und Inhalt Mittelpunkt der Bildungspolitik sind.
Auf dem Weg zur Oberschule mit Neugestaltung der Bildungsempfehlung
Als ersten Schritt auf dem Weg zur Oberschule haben wir die Bildungsempfehlung neu formuliert, mit der man künftig auf das Gymnasium wechseln kann. Der jetzt erforderliche Notendurchschnitt von 2,0 in den Fächern Deutsch, Mathematik und dem neu in die Bewertung aufgenommen Fach Sachunterricht sichert das Leistungsniveau. Gleichzeitig wird die Basis der Empfehlung verbreitert. Auch nach der 6. Klasse der Mittelschule wird es im nächsten Schuljahr eine zusätzliche Bildungsempfehlung geben, die den Eltern noch besser den richtigen Weg für ihre Kinder aufzeigt. Damit erreichen wir unser Ziel, mehr Schüler auf den für sie geeigneten Weg zum Abitur zu führen, ohne bei der Qualität Abstriche zu machen.
Junge Lehrer für die Bildungsqualität von morgen
In diesem Jahr wurden 396 Lehrer und 375 Referendare eingestellt. Ab 2011 können nach dem Haushaltsentwurf der Staatsregierung jährlich bis zu 600 Bewerber ein Referendariat absolvieren. Künftig brauchen wir viele gut ausgebildete Lehrer. Deshalb geben wir ab 2012/2013 der Hälfte der Lehramtsanwärter eine Anstellungsgarantie für die Grundschule, Mittelschule und Förderschule. Mit Baden-Württemberg haben wir vereinbart, dass wir unsere sächsischen Landeskinder, die vorübergehend im dortigen Schuldienst tätig sind, laufend über die Einstellungsmöglichkeiten in Sachsen informieren.
Konjunkturpaket II für moderne Schulen
Im Rahmen des Konjunkturpaketes II ist es gelungen zusätzliche Fördermittel bereitzustellen, um weitere Schulen zu sanieren und modern auszustatten. Damit verbessern sich die Lernbedingungen an noch mehr sächsischen Schulen und sichern unsere gute Bildungsqualität. 2009 wurden mit 46 Millionen Euro insgesamt 478 Maßnahmen realisiert. Für 2010 stehen noch einmal 182 Millionen Euro bereit.
Sachsens Hochschulen stärken – Exzellenz befördern
Sächsische Hochschulen sind beliebt. Fast 110.000 Studenten, darunter auch zehn Prozent aus dem Ausland, lernen in Sachsen, so viele wie nie zuvor. Die Zahl der Studienanfänger liegt aktuell bei 21.616, fast so hoch wie zum bisherigen Höchststand 2003. Das beweist: Unsere Hochschulen bieten Forschung und Lehre auf höchstem Niveau. Alle vier sächsischen Universitäten haben mit Unterstützung der Staatsregierung einen Antrag in der bundesweiten Exzellenzinitiative gestellt. Dafür haben die Universitäten ihre Schwerpunkte geschärft. Die TU Dresden setzt auf Elektrotechnik, Mikrotechnologie, regenerative Therapien bei verschiedenen Krankheitsbildern und in den Humanwissenschaften auf kulturelle Umbrüche und die Erforschung des menschlichen Verhaltens. In Leipzig will man sich vor allem mit der Erforschung von Zivilisationskrankheiten und der Problematik von Molekülen und Nanoteilchen durchsetzen. An der TU Chemnitz stehen multifunktionale Leichtbaustrukturen und der Mensch im Fokus. Freiberg nutzt seine Stärken bei der Erforschung von Werkstoffen unter extremen Bedingungen.
Ausgeprägte Forschungslandschaft nutzen – Wissenschaft vernetzen
In keinem anderen Bundesland sind außeruniversitäre Forschungseinrichtungen so konzentriert wie in Sachsen. Diese Investitionen beginnen zu wirken, indem mehr und mehr konkrete Forschungsergebnisse erzielt werden. Symbolisch dafür steht die Preisträgerin des Gottfried Wilhelm Leibniz-Programms für 2010. Prof. Petra Schwille vom Biotechnologischen Zentrum (BIOTEC) der TU Dresden hat für ihre Krebsforschung die mit 2,5 Millionen Euro dotierte renommierteste Wissenschaftsauszeichnung erhalten. Sie gilt als der Nobelpreis der deutschen Wissenschaft. Insgesamt kamen 2009 rund 45 Prozent der Patentanmeldungen der neuen Länder aus Sachsen.
Noch vor der endgültigen Fertigstellung des Dresdner Zentrums für regenerative Therapien im kommenden Jahr wird über die Erweiterung des Biotechnologischen Zentrums im Bereich des Medizincampus in Dresden gesprochen, der zum Inkubator für vielfältige technologische Entwicklungen in den Life Sciences geworden ist. Mit der Bewerbung Sachsens um das Ressourcentechnologie-Institut für Freiberg eröffnet sich die Chance für einen weiteren wichtigen Schwerpunkt, der gerade in Zeiten zunehmender Rohstoffknappheit auch eine praktische Bedeutung hat.
Um die vorhandenen Potenziale noch besser nutzen zu können, haben sich unter Führung der TU Dresden das Forschungszentrum Dresden-Rossendorf und weitere 13 Forschungseinrichtungen der Max-Planck- und der Fraunhofer-Gesellschaft, der Leibniz- Gemeinschaft sowie die Dresdener Museen zu einem viel beachteten Wissenschaftsverbund zusammengefunden, um weitere Synergien in Forschung und Lehre zu erschließen. Biomedizin und Bioengineering, Informationstechnik und Mikroelektronik, Materialwissenschaft und Energieeffizienz sowie Kultur und Wissen sind die Felder, in denen der Dresdener Wissenschaftsverbund „DRESDEN-Concept“ eine Führungsrolle innehat. Dieses Modell kann Vorbildwirkung auch für weitere Zusammenarbeit haben.
Vorstellung der Regierungsbilanz 2010 durch Ministerpräsident und CDU-Landesvorsitzenden Stanislaw Tillich – hier klicken..
Im Folgenden werden wesentliche Schlaglichter des bisher Geleisteten dargestellt:
1. Solide Finanzen
2. Wirtschaft, Beschäftigung und Verkehr
3. Bildung und Forschung
4. Solidarität und Gesundheit
5. Lebenswertes Umfeld und Umweltschutz
6. Kultur und Ehrenamt
7. Sicherer Staat
8. Leistungsfähiger und moderner Staat
9. Sachsen im Bund
Komplett zum Ausdruck – Die Bilanz der Staatsregierung – hier klicken.
Quelle: Medienservice
» Stichworte: Bildung, Bildungsmonitor 2010, Bildungspolitik, CDU Sachsen, CDU-Landesvorsitzender, Forschung, Hochschulen, Lausitz, Ministerpräsident, Regierungsbilanz 2010, Stanislaw Tillich
» Beitrag bei Twitter empfehlen!
