Politik und Handwerk im Gespräch

CDU-Wirtschaftsausschuss besuchte Handwerksunternehmen.
Unternehmensnachfolge und Kriminalität im grenznahmen Raum standen im Mittelpunkt der Gespräche.

Im Rahmen ihrer Sommertour waren Mitglieder des Arbeitskreises “Wirtschaft, Arbeit und Verkehr” der CDU-Landtagsfraktion auch zu Gast bei Mitgliedsbetrieben der Handwerkskammer Dresden. In den Firmen Metall Kriesch in Weinböhla und Autohaus Arndt in Görlitz informierten sich die Abgeordneten über aktuelle Probleme im Handwerk.

Frank Heidan, MdL aus Plauen, ist Vorsitzender des AK Wirtschaft, Arbeit und Verkehr

Frank Heidan, MdL aus Plauen, ist Vorsitzender des AK Wirtschaft, Arbeit und Verkehr

Dresden. Schwerpunktthema der Gespräche waren beim Traditionsunternehmen Kriesch Praxiserfahrungen und Probleme bei der kürzlich durchgeführten Betriebsübergabe.

Firmenchef Ernst Kriesch kritisierte beispielsweise die Schwierigkeiten auf der Suche nach einer finanzierenden Bank, sowie die unterschiedliche finanzielle Unterstützung von Übergaben durch die Sächsische Aufbaubank (SAB).

So würde bei Übergaben innerhalb der Familie kein Geld fließen, während Betriebsübergaben an “Fremde” mit Fördermitteln unterstützt würden.

Positiv erwähnte Kriesch dagegen die zielführende Unterstützung durch die Betriebsberater der Handwerkskammer.

Die stellvertretende Hauptgeschäftsführerin der Handwerkskammer, Ina-Maria Heidmann, verwies in diesem Zusammenhang mit Sorge auf vollzogene und geplante Mittelkürzungen in der Mittelstandsrichtlinie.

Im Mittelpunkt der Gespräche im Autohaus Arndt in Görlitz stand vor allem die Kriminalität im grenznahen Raum, insbesondere Kfz-Diebstähle.

Handwerkskammer-Vizepräsident und Autohaus-Inhaber Wilfried Arndt informierte über die jüngsten Diebstähle in seinem Unternehmen, die damit verbundenen Probleme mit den Versicherern und die höheren Kostenbelastungen für Wachdienst und zusätzlich notwendige Sicherungsmaßnahmen.

Als Vorstandsmitglied der Kfz-Innung Oberlausitz konnte Arndt von ähnlichen Vorfällen aus anderen Autohäusern berichten.

Er setzte die Anwesenden über die Ergebnisse des jüngsten Kfz-Sicherheitsgipfels in Kenntnis und schlug vor, auch in der Region mit den Vertretern von Polizei und Politik das Thema aufzugreifen.

Erforderlich sei die volle Ausnutzung und weitere Angleichungen der Rechtssysteme innerhalb der EU-Mitgliedsstaaten. So müsse ein im guten Glauben erfolgter Kauf von gestohlenen Fahrzeugen – so wie in Deutschland – auch in anderen Mitgliedsländern unmöglich werden. Wichtig sei auch eine Sensibilisierung der Bevölkerung in den Nachbarländern.

Quelle: Handwerkskammer Dresden