MdB Bettina Kudla: Chance Fachkräfte in der Region zu halten

MdB Bettina Kudla:
Stipendienprogramm – eine Chance Fachkräfte in der Region zu halten


Mit scharfer Kritik reagierte die Bundestagsabgeordnete Bettina Kudla auf die Äußerungen der SPD-Abgeordneten Daniela Kolbe zum Stipendienprogramm des Bundes (vgl. LVZ vom 13.07.2010):

„Die Äußerungen von Kolbe sind schlichtweg falsch und zeichnen ein völlig falsches Bild.“

Hintergrund: Die SPD-Abgeordnete hat sich in einer Erklärung, missbilligend über das vorige Woche vom Bundesrat abgesegnete Stipendienprogramm geäußert.

MdB Bettina Kudla aus Leipzig

MdB Bettina Kudla aus Leipzig

Leipzig. Mit dem nationalen Stipendienprogramm setzt die Bundesregierung ihren politischen Schwerpunkt, um Bildung zu fördern. Das Stipendienprogramm sieht vor, dass Studentinnen und Studenten mit guten Leistungen sich um ein Stipendium bewerben können. Das besondere an dem Programm ist, dass Bafög-Empfänger dieses Stipendium noch zusätzlich zum Bafög erhalten können, d. h. die Bafög-Leistungen werden nicht auf den Stipendienbetrag angerechnet. Das Stipendienprogramm ist so konzipiert, dass Staat und Wirtschaft oder andere private Mittelgeber einen gleich hohen Betrag leisten sollen.

Beispiel: Eine Hochschule bekommt vom Bund eine halbe Million Euro aus dem Stipendienprogramm und bemüht sich Partner in der Wirtschaft zu finden, die ebenfalls eine halbe Million Euro beisteuern. In diesem Fall kann ein Stipendienprogramm in Höhe von 1 Million Euro ausgereicht werden, pro Studenten monatlich 300,00 Euro. Falls die regionale Wirtschaft bezogen auf das Beispiel 200.000 Euro beisteuert, kann nur ein Betrag 400.000 Euro jährlich ausgereicht werden.

Bettina Kudla betont: „Von einer Katastrophe für die neuen Länder zu sprechen, ist absurd. Es handelt sich um ein zusätzliches durch die Bundesregierung neu aufgelegtes Programm in Höhe von 160 Millionen Euro. Gerade vor dem Hintergrund einer möglichen Abwanderung von jungen Leuten in andere Bundesländer ist das Programm eine Chance für die regionalen Unternehmen, Fachkräfte langfristig an sich zu binden. Statt zu beklagen, dass die Wirtschaft in den neuen Ländern zu schwach sei, um den Stipendienbetrag aufzubringen, sollte man die Unternehmen auf diese Chance verstärkt hinweisen.

Die Beteiligung am Stipendienprogramm ist für das Unternehmen durch die Bindung guter Arbeitskräfte langfristig ein Gewinn. Ich hoffe, dass sich die Leipziger Unternehmen entsprechend an dem Programm beteiligen bzw. dass auch die Niederlassungen großer Konzerne in Leipzig diese Chance nutzen. Durch das Programm werden eine knappe Million Euro nach Leipzig fließen und gegebenenfalls zu einem Fördervolumen von 2 Millionen Euro führen, dies entspräche knapp 600 Leipziger Studenten, welche davon profitieren könnten und somit eine zusätzliche Anerkennung für ihre hervorragenden Leistungen erhielten.“

Bettina Kudla hebt hervor: „Die SPD hat entlarvend die Sprache der Linken übernommen. Zu behaupten, dass das nationale Stipendienprogramm elitäre Klientelpolitik sei, ist schlichtweg falsch. Die Auswahlkriterien beziehen nicht nur die erbrachten Leistungen und den persönlichen Werdegang mit ein, sondern gesellschaftliches Engagement sowie die Bereitschaft Verantwortung zu übernehmen, werden gleichermaßen berücksichtigt. Damit unterstützt das Programm leistungsstarke Studentinnen und Studenten an den deutschen Hochschulen.“

Quelle: CDU-Landesgruppe-Sachsen