Bellmann: SolarWorld AG feiert – Freiberg fehlt Ortsumgehung

MdB Veronika Bellmann:
Grundsteinlegung bei SolarWorld AG – Ortsumgehung Freiberg muss folgen

Für den Baubeginn der dritten Modulfabrik in Freiberg war Dienstag großer Bahnhof angesagt. Der Solarstromhersteller – SolarWorld AG – legte, der Branche entsprechend natürlich bei strahlendem Sonnenschein, den Grundstein für die größte Fertigungsstätte des Unternehmens weltweit.

SolarWorld investiere, nach eigenen Angaben von Dr. h.c. Frank Asbeck, Vorstandsvorsitzender der SolarWorld AG, etwa 75 Millionen Euro in die neue vollautomatisierte Produktionslinie für kristalline Photovoltaik-Module am Standort Freiberg. Damit wird nach Fertigstellung, die Produktion von Solarmodulen ab 2011 mehr als verdreifacht werden.

Veronika Bellmann MdB, Mittelsachsen

Veronika Bellmann MdB, Mittelsachsen

Mittelsachsen. Für die die Politk ein Grund zur Freude, trotzt bitterem Beigeschmack. Wurde doch gerade mit dem Gesetz zur Änderung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG), die Absenkung der Solarstromförderung, für deren angemessenere Lösung sich die CDU-Wahlkreisabgeordnete Veronika Bellmann vehement einsetzte (wir berichteten), beschlossen.

Einzig dem SolarWorld-Chef scheint dies nichts auszumachen, kündigte Asbeck doch jetzt bereits an, die Preise senken zu wollen. Dabei hat er insbesondere die chinesische Konkurrenz im Visier.

In ihrem Grußwort betonte Veronika Bellmann auch noch einmal, wie wichtig die geplante Ortsumgehung Freiberg für den Konzern, die Stadt und die ganze Region ist. Bellmann ist auch hier aktiv (wir berichteten) und nutzt jede Gelegenheit, um sich für das geplante Projekt stark zu machen.

„Die Erweiterung der Produktion der SolarWorld AG ist eine gute Nachricht und schafft Arbeitsplätze“, so die Abgeordnete, um im gleichen Atemzug zu erinnern: „Politik kann die Rahmenbedingungen schaffen, damit investiert wird.“ und zielt damit auf die fehlende Ortsumfahrung Freiberg ab.

Zur Erinnerung: Bei einem Treffen im Februar 2007 mit dem damaligen Ministerpräsidenten Georg Milbradt war die Entscheidung für den Grundstückskauf (SolarWorld AG) noch nicht gefallen, denn er stand im Zusammenhang mit der Ortsumgehung. Schon damals standen die politischen Verantwortungsträger hinter dem Vorhaben Ortsumgehung Freiberg, die im Jahr 2003 im Zuge der Fortschreibung des Bundesverkehrswegeplans in den vordringlichen Bedarf – die höchste Prioritätsstufe – aufgenommen wurde.

Staatsregierung und Bundesverkehrsministerium haben bereits signalisiert, sich um eine Gesamtfinanzierung zu bemühen.

Und so mahnt Bellmann auch wiederholt an: „Die noch anhängigen Klagen gegen den Planfeststellungsbeschluss zügig zu verhandeln, da das Baurecht sonst nicht rechtzeitig vor der Verabschiedung des Bundeshaushaltes 2011 vorliegt.“

Mit der schnellen Fertigstellung der Ortsumgehung Freiberg wäre auch den ansässigen Unternehmen geholfen, die seit Jahren dringend auf eine gute Verkehrsanbindung warten”, betonte Veronika Bellmann bereits vor knapp einem Jahr.

Die Notwendigkeit der Ortsumgehung, insbesondere für die örtlichen Unternehmen, ist unstrittig. (nk)

Maurer Steffen Brachmann, Solarworld-Chef Dr. h.c. Frank Asbeck, Veronika Bellmann MdB, Solar-Factory Geschäftsführer Holger Reetz und Steffen Pfund, Geschäftsführer des ausführenden Baubetriebes Caverion GmbH Stuttgart legen den Grundstein. (v.l.n.r. Foto: Büro Bellmann)

Maurer Steffen Brachmann, Solarworld-Chef Dr. h.c. Frank Asbeck, Veronika Bellmann MdB, Solar-Factory Geschäftsführer Holger Reetz und Steffen Pfund, Geschäftsführer des ausführenden Baubetriebes Caverion GmbH Stuttgart legen den Grundstein. (v.l.n.r. Foto: Büro Bellmann)



Presseberichte:
Presseartikel in der Freien Presse Freiberg vom 14. Juli 2010
Presseartikel in der Chemnitzer Morgenpost vom 14. Juli 2010
Presseartikel bei bild.de vom 13. Juli 2010
Beitrag beim Sachsenspiegel des MDR vom 13. Juli 2010

Veronika Bellmann MdB

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