Auf Sachsens Schienen fährt keiner ab

Kommentar zum Bahngipfel

Die Bahn kommt schlecht weg im Freistaat Sachsen und mit der Bahn erst recht. Und so ist es auch nicht verwunderlich, dass an den Stammtischen in das Treffen der sächsischen Staatsregierung mit dem Vorstand der Bahn AG am Mittwoch in Dresden, nicht viel Hoffnung gesetzt wird. Zu oft wurden die Sachsen enttäuscht, hat die Bahn Zusagen nicht oder nur sehr spät erfüllt, sind Einwände zu Streckeneinstellungen gnadenlos beiseite geschoben worden.

Wenn jetzt positive Ergebnisse auf den Tisch kommen sollten, käme das, angesichts der angespannten Finanzlage bei Bahn und Land, einem Wunder gleich. Dennoch, die ungeklärten Fragen gehören auf den Tisch.

Noch ist der ICE-Zyklus um Leipzig vakant, die für Sachsen so wichtige Europastrecke (Nord-Süd-Anbindung) nicht in trockenen Tüchern und beim Ausbau der Sachsen-Franken-Magistrale wird gekleckert und nicht geklotzt, um nur einige zu nennen.

Sollte die Staatsregierung alles bei Ross und Reiter zu nennen und vorhaben, das alles durchzuackern, sollten die Bahnvorstände, um den Vorsitzenden des Vorstands der Deutschen Bahn AG, Dr. Rüdiger Grube, viel Zeit und vor allem gute Lösungen mitbringen. (nk)

Frank Heidan fordert: Bahnchef Grube muss Farbe bekennen
CDU-Landtagsfraktion drängt auf Schienenausbau


Im Vorfeld des Bahngipfels am kommenden Mittwoch in Dresden macht die CDU-Landtagsfraktion Druck auf die Deutsche Bahn.

„Ich erwarte von Bahnchef Grube klare Aussagen zur weiteren Entwicklung unserer Schieneninfrastruktur im Freistaat Sachsen. Mit Lippenbekenntnissen und Absichtserklärungen können wir uns nicht mehr zufrieden geben. Durch das zögerliche Verhalten der Bahn, droht Sachsen auf dem Abstellgleis zu enden”, erklärt Frank Heidan, wirtschaftspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion im Sächsischen Landtag (alles).

Besseres Schienennetz in Mitteldeutschland gefordert

“Es ist gut, dass 60 Vertreter von Gebietskörperschaften unserer Region eine deutliche Resolution für den weiteren Ausbau der Mitte-Deutschland-Verbindung verfasst haben.

Die immense Bedeutung flächendeckender Angebote im Schienenverkehr für Gütertransport und Reisende müssen wir gemeinsam gegenüber der Deutschen Bahn und der Bundesregierung immer wieder verdeutlichen.

In der Welt (Regionalausgabe Sachsen) wurde Dr. Grube zitiert; er werde sich im Büro des Bundesverkehrsministers so lange anketten, bis es eine Lösung gibt. So ein großes Opfer wollen wir von Dr. Grube nicht fordern. Bis er zu solch drastischen Mitteln greifen muss, unterstützen wir sein(unser) Ziel lieber mit wirkungsvollen Resolutionen und Sachsen darüber hinaus mit Vorleistungen. Siehe Finanzierungsvereinbarung zur Elektrifizierung der Strecke Reichenbach – Hof”, so die verkehrspolitische Sprecherin Ines Springer.