Thomas de Maizière: Linksextremistische Gewalt ächten
17. Juni 2010 Standpunkt
Linksextremismus – Schutz von Polizisten und Einsatzkräften stärken
Nach dem Anschlag auf Berliner Polizisten im Rahmen einer Demonstration am vergangenen Wochenende hat Bundesinnenminister Thomas de Maizière dazu aufgerufen, linksmotivierte Gewalt zu ächten, “so, wie es bei rechtsextremer Gewalt schon lange passiert”.
Darüber hinaus erhob de Maizière Vorwürfe gegen die Kundgebungsteilnehmer. “Demokraten dürfen Antidemokraten keinen Schutz bieten”, sagte er in einer aktuellen Stunde am Mittwoch im Deutschen Bundestag. Davon sei am Samstag aber keine Rede gewesen.
Redebeitrag [08:09 min] von Dr. Thomas de Maizière (BMin/CDU/CSU) am 16.06.2010
[externer Videolink]
Quelle: Deutscher Bundestag

Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière aus Meissen
Der Vorsitzende des Bundestags-Innenausschusses, Wolfgang Bosbach, sagte, es sei egal, ob die Bedrohung von rechts oder links komme. Sie sei in beiden Fällen nicht hinnehmbar und müsse entschieden bekämpft werden.
Es dürften in Deutschland keine rechts- und strafverfolgungsfreien Räume geduldet werden. Denkbar sei unter anderem eine Änderung des Landfriedensbruchrechtes, um Polizisten bei Einsätzen besser zu schützen.
Bei der Demonstration gegen das Sparpaket der Bundesregierung war am vergangenen Samstag ein Sprengsatz mit starker Splitterwirkung aus dem Demonstrationszug heraus geworfen worden. Darüber hinaus ist ein genereller Anstieg linksextremistischer Strafraten festzustellen. Die Statistik des Bundesinnenministeriums zählt für das vergangene Jahr insgesamt 1822 Gewalttaten von Linksextremisten – 53 Prozent mehr als im Vorjahr. Zugleich war es die höchste Zahl seit 2001. Gleichzeitig sank die Zahl von rechtsextremen Gewalttaten auf 959.
Quelle: CDU
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