Thomas Colditz: Ländervergleichsstudie 2010

Thomas Colditz:
Schule kann soziale Herkunft nie vollständig kompensieren


Zur den Ergebnissen der Ländervergleichsstudie des Berliner Institutes zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen erklärt Thomas Colditz, bildungspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion:

Thomas Colditz, MdL aus dem Erzgebirgskreis

Thomas Colditz, MdL aus dem Erzgebirgskreis

Dresden. „Die sehr guten Deutsch-Ergebnisse sächsischer Schüler sind nicht hoch genug zu bewerten.

Lesen und Textverständnis sind Schlüsselkompetenzen, die auch für fast alle anderen Fächer von großer Bedeutung sind. Erstaunlich ist, dass sich im 20. Jahr der Deutschen Einheit immer noch Defizite in Englisch zeigen.

Hier haben Sachsens Lehrer und Schüler noch einiges nachzuholen. Mehr Realismus ist vonnöten, wenn man die schulischen Leistungen in den Zusammenhang mit der sozialen Herkunft stellt.

Soziale Unterschiede werden immer auch Leistungsunterschiede in der Schule zur Folge haben. Zwar darf die Schule nicht müde werden, alle Schüler gleichermaßen individuell zu fördern.

Aber die Schule wird Defizite im Elternhaus nie vollständig kompensieren können.“

Hintergrund: Beim ersten Länder-Leistungsvergleich, der zukünftig die Pisa-Studien ersetzen wird, haben sich in den Fächern Deutsch und Englisch die sächsischen Schüler der 9. Klassen wiederum meist in der Spitzengruppe platzieren können.

“Welt”-Kommentar zur Ländervergleichsstudie

Sächsische Zeitung – Die Neuntklässler liegen im bundesweiten Vergleich eigentlich im Vorderfeld – doch bei den Fremdsprachen gibt‘s Probleme.

Quelle: CDU-Fraktion des Sächsischen Landtag