Feist: Hochschulen müssen an ihren Stärken arbeiten
7. Juni 2010 Standpunkt
Feist: Hochschulen müssen an ihren Stärken arbeiten
Universitäten, Fachhochschulen und Kunsthochschulen des Freistaates Sachsen haben im Jahr 2008 insgesamt 306 Millionen Euro an Drittmitteln eingeworben. Sie konnten ihre Drittmitteleinnahmen gegenüber dem vorhergehenden Jahr damit um 25 Prozent (rund 60 Millionen Euro) steigern.
Sachsens Hochschulen sind besser, als sie sich selbst oft zutrauen. Es zeigt sich, dass sich die Investitionen in Infrastruktur des Bildungssystems gelohnt haben, die Länder dürfen darin, jetzt nicht nachlassen. Gerade mit Blick auf den anstehenden Bildungsgipfel zeigt dieser Erfolg deutlich wie wichtig Investitionen in die Bildung unseres Landes sind.
Durch den hohen Autonomiegrad der sächsischen Hochschulen sind diese jetzt aber auch gefordert, ihre noch schlummernden Potentiale zu heben. Dass der Bund der größte Drittmittelgeber ist und das Marketing für Hochschulen in den Neuen Bundesländern mit vielen Millionen fördert, beweist dass die Voraussetzungen dafür vorhanden sind.
Die Hochschulen müssen an ihren Stärken arbeiten, anstatt immer nur einseitig auf staatliche Förderung zu setzen. Besonders die Arbeit mit den Alumni muss deutlich verbessert werden.
In diesem Zusammenhang freut es mich, dass die Universität Leipzig vom Bundesministerium für Bildung und Forschung eine Förderzusage für den Aufbau eines von insgesamt acht Integrierten Forschungs- und Behandlungszentrum erhalten hat. Für die nächsten fünf Jahre stehen insgesamt 24 Millionen Euro zur Verfügung um das Forschungscluster Adipositas und Begleiterkrankungen weiter auszubauen.
Dieses Beispiel der Universitätsmedizin in Leipzig sollte den anderen Fakultäten der Universität Leipzig und den sächsischen Hochschulen ein Vorbild sein.
Quelle: MdB Dr. Thomas Feist
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