Michael Kretschmer MdB: Bildungsrepublik Deutschland

MdB Michael Kretschmer, Generalsekretär der Sächsischen Union & Fraktionsvize der CDU/CSU-Bundestagsfraktion aus der Oberlausitz

MdB Michael Kretschmer, Generalsekretär der Sächsischen Union & Fraktionsvize der CDU/CSU-Bundestagsfraktion aus der Oberlausitz

Bildungsrepublik Deutschland:

Die christlich-liberale Koalition ist im Herbst des letzten Jahres angetreten, um die Bundesrepublik auf den Weg zur Bildungsrepublik zu bringen.

Die Investition in Bildung und Forschung steigern wir deshalb massiv. Bis 2013 werden wir zusätzlich 12 Milliarden Euro bereitstellen.

Die berufliche Bildung ist ein zentraler Bestandteil dieses Prozesses. Der Berufsbildungsbericht 2010, den das Kabinett beschlossen hat, macht deutlich, dass sich in der Wirtschafts- und Finanzkrise auch die Ausbildungssituation für Jugendliche nicht wesentlich verschlechtert hat. Im vergangenen Jahr waren erneut mehr freie Lehrstellen zu verzeichnen als unversorgte Bewerber.

Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion dankt alles Ausbildungsbetrieben des Jahres 2008/2009 für ihr Engagement und appelliert an die Wirtschaft, in ihren Anstrengungen nicht nachzulassen. Zugleich zeigt der Berufsausbildungsbericht aber auch, dass eine große Zahl junger Menschen nicht ausbildungsreif ist und ihnen damit der Übergang von der Schule in den Beruf schwer fällt.

Ingesamt verfügen 15 Prozent der jungen Erwachsenen zwischen 20 und 29 Jahren und fast 40 Prozent der ausländischen Jugendlichen über keinen Berufsabschluss. Mit dieser hohen Zahl finden wir uns nicht ab. Dabei geht es nicht nur um „Fachkräftemangel“ und „Negativeffekte“ auf unsere Wirtschaft, sondern insbesondere um die Lebenschancen unserer jungen Menschen.

Wir wollen deshalb mit einer Ausbildungsoffensive, insbesondere für Jugendliche mit Migrationshintergrund, gezielt zur Bildungsintegration beitragen. Dazu gehört die frühzeitige individuelle Förderung der Jugendlichen ebenso wie die Ausschöpfung der Ausbildungspotentiale ausländischer Unternehmen.

Anlässlich der Vorlage des Bundesbildungsberichtes 2010 hat Bundesministerin Annette Schavan eine neue Initiative „Bildungsketten bis zum Ausbildungsabschluss“ vorgeschlagen, mit der der Übergang in die berufliche Ausbildung gefördert werden kann.

In Zusammenarbeit mit den Ländern und Sozialpartnern sollen im Rahmen dieser Initiative bildungsgefährdete Jugendliche von der 7. Klasse an bis zum Ausbildungsabschluss durch Bildungslotsen begleitet werden.

Quelle: MdB Michael Kretschmer, Berlin/ 10. Mai 2010

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