MdEP Jahr plädiert für fairen Verbraucherschutz in der EU

“Klebeschinken”- Informieren, nicht Bevormunden!

Das Europaparlament hat die EU-weite Zulassung von Thrombin als Lebensmittelzusatzstoff gestoppt. Das Enzym von Schweinen oder Rindern kann dazu verwendet werden, einzelne Fleischreste etwa zu einem Schinken zusammenzukleben.

Dr. Peter Jahr, Sächsischer Abgeordneter im Europaparlament

Dr. Peter Jahr, Sächsischer Abgeordneter im Europaparlament

Brüssel. Derartige Fleischerzeugnisse seien dazu angetan, die Verbraucher in die Irre zu führen, meinten 370 Abgeordnete und legten damit ihr Veto gegen die Zulassung ein. 262 Abgeordnete hielten die Bedenken für unbegründet und unterstützen die Zulassung.

Redebeitrag Dr. Peter Jahr MdEP, der neue Landesvorsitzende der Land-Union Sachsen:

Herr Präsident!

Die aktuelle Debatte um den so genannten Klebeschinken zeigt, dass nicht alle Hersteller einen fairen Umgang mit ihren Konsumenten pflegen. Ich plädiere dafür, dass alle Lebensmittel so gekennzeichnet werden, dass eine Irreführung der Verbraucher ausgeschlossen wird.

Wenn dieses Enzym (Thrombin) verwendet wird, muss es für den Verbraucher auch deutlich erkennbar sein. Das ist die Grundlage für einen funktionierenden und einen fairen Verbraucherschutz.

Unsere Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, dass der mündige Verbraucher über ausreichende Informationen verfügt, um eine Entscheidung in seinem Interesse fällen zu können.

Noch eine abschließende Bemerkung zum Klebeschinken: Die Diskussion mit dem Konsumenten, ob er dies will oder nicht, steht normalerweise noch aus. Er muss zumindest wissen, was er eigentlich isst und zu sich nimmt.

Quelle: Dr. Peter Jahr MdEP

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