MdB Michalk: Inklusion – Dabei sein von Anfang an…
12. Mai 2010 Presse
Aktionstag in Bischofswerda – Inklusion. Dabei sein von Anfang an…Lausitz/ Bischofswerda. Unter dem Titel “Alle inklusive – die neue UN-Konvention” hatte der Behindertentenverband Selbsthilfe Bischofswerda e.V. im BSK am 08.05.2010 Mitglieder, Freunde, Bundes-, Landes- und Kommunalpolitiker sowie Angehörige der Landkreis- und Stadtverwaltung im Rahmen der Aktionswoche für Gleichstellung, Teilhabe und Inklusion in das barrierefrei umgebaute Rathaus der Stadt Bischofswerda eingeladen.
Nach der Eröffnung der Veranstaltung und einführenden Worten zum Thema durch Wolfgang Gebhardt, Vorsitzender des Selbsthilfevereins, referierte Maria Michalk, MdB und behindertenpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion im Deutschen Bundestag, zu Anliegen und Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung in Deutschland.
Dabei verwies sie auf Erfolge der deutschen Behindertenpolitik in den zurückliegenden Jahren, machte aber an Beispielen sichtbar, dass zur praktischen und für die Betroffenen spürbaren Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention noch große Anstrengungen erforderlich sind.
Das betrifft nach ihrer Darstellung den Bereich der inklusiven Bildung, die erst in en Anfängen steckt, aber auch den Arbeitsmarkt und die Barrierefreiheit in vielen Bereich, z.B. im ÖPNV/SPNV.
Sie erläuterte die von der Bundesregierung in Regie des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) geplanten Schritte zur Anpassung der Bundes- und Landesgesetze an die Forderungen der UN-Konvention und betonte die vorgesehene umfassende Einbeziehung der Betroffenen und ihrer Vereinigungen.
Das letztere wurde in den von den Mitgliedern der Behindertenvereinigungen der Region vorbereiteten persönlichen Beiträge unterstrichen. Sie machten auch sichtbar, dass noch zu oft die formale Auslegung von Gesetzen und anderen Regelungen, zuweilen auch fehlendes Verständnis für die vorgetragenen Anliegen zu Ausgrenzung und Benachteiligung behinderter Menschen führen.
Unterstrichen wurde auch, dass die Selbsthilfe nicht allein von neuen Projekten leben kann, sondern einer kontinuierlichen Förderung bedarf, die letzlich Voraussetzung zur Gewährleistung und Einbindung des bürgerschaftliches Engagements zur Mitgestaltung gesellschaftlicher Prozesse ist.
Die Veranstaltungsteilnehmer sicherten ihre Mitwirkung an der Umsetzung der UN-Konvention zu und werden sich insbesondere mit den Vertretern von Politik und Veraltung in der Region zu weiteren Gesprächen treffen. Wolfgang Gebhardt überreichte Frau Michalk ein Forderungsprogramm an die Bundesregierung zur Umsetzung der UN-Konvention. Ein gleichartiges Dokument, das für die Landespolitik vorbereitet wurde, wird noch übergeben.
Abgerundet wurde die Veranstaltung durch einen Lied- und Malbeitrag einer Kindergruppe zum Thema “Wir alle gehören zusammen”. Insgesamt eine sorgfältig vorbereitete, gut besuchte und inhaltsreiche Veranstaltung. (LSKS/mbg)

Das Präsidium der Veranstaltung und die Kindergruppe mit ihrem für die Teilnehmer gemalten Bild (von links: Dr. Peter Münzberg, Maria Michalk MdB, Wolfgang Gebhardt, Michael Gesk). Fotos: LSKS/mbg, BV Bisch
Mit freundlicher Genehmigung: Landesverband Selbsthilfe Körperbehinderter Sachsen e.V.
Quelle: SH-NEWS 2010/097
Alle Beiträge zu MdB Maria Michalk auf Sachsen-CDU-Politik.de anzeigen.
» Stichworte: Behindertenbeauftragte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Behindertenpolitik, Bischofswerda, Bundestagsabgeordnete, CDU Sachsen, Dr. Peter Münzberg, Inklusion, Landesverband Selbsthilfe Körperbehinderter Sachsen e.V., Lausitz, MdB Maria Michalk, sorbische Kultur, sorbische Sprache, UN-Behindertenrechtskonvention
» Beitrag bei Twitter empfehlen!

