Gespräche zu Lehrerteilzeit gescheitert?

Sachsens CDU-Fraktionschef Steffen Flath

Sachsens CDU-Fraktionschef Steffen Flath

Dresden. Mit Enttäuschung haben Finanzstaatssekretär Dr. Wolfgang Voß und Kultusstaatssekretär Dr. Jürgen Staupe auf den Abbruch der Gespräche durch die Gewerkschaften und den Lehrerverband reagiert.

Die Staatsregierung hatte ausgehend von den Forderungen der Lehrervertreter ein Angebot unterbreitet, welches spätere Rentenminderungen durch eine Teilzeit in den nächsten vier Jahren vollständig ausgeglichen hätte. Dieses Angebot kann aber aus Gleichbehandlungsgründen nur im Rahmen einer tarifvertraglichen Lösung umgesetzt werden. Dieser tarifvertraglichen Lösung – und damit auch einem Einstellungskorridor für junge Lehrer – haben sich die Lehrervertreter verweigert. (Quelle: Medienservice)

Zuvor wandte sich Steffen Flath an die Vertreter der Verhandlungspartner: Gewerkschaften sollten sich dem Lehrernachwuchs gegenüber solidarisch zeigen.

Der CDU-Fraktionsvorsitzende Steffen Flath unterstrich dabei die Notwendigkeit eines neuen Teilzeitvertrages für Lehrer an Mittelschulen und Gymnasien. „So verständlich der Ruf nach einer Abkehr von der Teilzeitarbeit ist, aber eine sofortige Rückkehr zur Vollzeit zu bieten und gleichzeitig junge Lehrer anzustellen, geht nicht.

Wer jetzt Vollbeschäftigung fordert, macht gleichzeitig die jungen Menschen im Land zu Verlierern“, stellt Flath klar. Ebenso wie die Regierung in Verantwortung für das Land die Haushaltssituation im Blick behalten müsse, müssten sich die Lehrergewerkschaften verantwortlich gegenüber dem Lehrernachwuchs zeigen.

„Zweifellos muss den Lehrer langfristig eine Vollzeitperspektive geboten werden. Doch in der jetzigen Haushaltssituation würde das auf Kosten der angehenden Lehrer gehen“, erklärt Flath.

Quelle: CDU-Fraktion des Sächsischen Landtag