Brähmig: Aufarbeitung von Geschichte bringt Länder voran
19. Mai 2010 Meldungen
Film “Abschlachten auf Tschechisch”MdB Klaus Brähmig: TV-Doku über Massaker an Deutschen 1945 in Prag bringt Aufarbeitung voran
Berlin. Anlässlich des kürzlich im öffentlich-rechtlichen Prager Nachrichtensender CT24 ausgestrahlten Dokumentarfilms “Abschlachten auf Tschechisch” erklärt der Vorsitzende der Gruppe der Vertriebenen, Flüchtlinge und Aussiedler der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Klaus Brähmig MdB:
Der neue tschechische Dokumentarfilm über die Gräuel an Deutschen im Mai 1945 bringt die Aufarbeitung der Ereignisse am Kriegsende in osteuropäischen Ländern einen wesentlichen Schritt voran.
Das öffentlich-rechtliche Fernsehen in Tschechien zeigte kürzlich zur Hauptsendezeit den Film von David Vondrácek mit dem Titel “Abschlachten auf Tschechisch”, der auf bislang verstecktem Bildmaterial beruht und erstmals belegt, wie brutal mit deutschen Zivilisten im Frühjahr 1945 umgegangen wurde.
Tschechische Historiker bestätigen die Echtheit der Amateur-Aufnahmen, welche etwa Massenerschießungen von Deutschen dokumentieren.
Infolge der durch die schrecklichen Bilder ausgelösten Kontroverse thematisierte die konservative Tageszeitung “Lidové noviny” zu Recht, ob diese Gewalttaten bis heute straffrei sein dürften. Nach 65 Jahren sei nicht allein die Brutalität aus dem Mai 1945 problematisch, sondern auch die Tatsache, dass Tschechien immer noch die Benes-Dekrete und das Amnestiegesetz von 1946 verteidige, welche diese Verbrechen im Nachhinein abgesegnet hätten.
Quelle: CDU/CSU-Bundestagsfraktion
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