MdL Schreiber: Sachsens Jugendhilfe gerät nicht ins Abseits
6. April 2010 Standpunkt
Bewirtschaftungsmaßnahmen 2010: Wo und wie trifft es die Jugendhilfe?Dresden. Sachsen hat eine Steuerschätzung mit 864 Millionen Euro Steuermindereinnahmen erhalten. Vor diesem Hintergrund und mit der Maßgabe keiner Neuverschuldung ist das Land gezwungen, die bestehende Ausgabenpolitik zu überarbeiten und Einsparungen vorzunehmen. Erste Schritte werden bereits im noch laufenden Haushaltsjahr umgesetzt, um die Handlungsfähigkeit gewährleisten zu können.
Die Kürzungen treffen jedes Ressort, alle Kommunen und damit jeden Bürger und jede Bürgerin in Sachsen. Erste Details zu einzelnen Maßnahmen finden sich in den Lokalmedien und schaffen durch ihre begrenzte Zeichenzahl Fragen und Ängste. In den folgenden Monaten werden Informationskampagnen der Regierung und meiner Fraktion oberste Priorität haben.
Genauso werde ich mich dafür einsetzen, dass die Einsparungen nicht zulasten derer gehen, die eine gesellschaftliche und verantwortliche Aufgabe erfüllen und dies auch in Zukunft tun wollen.
In den letzten Monaten erhärteten sich ein paar Vorwürfe, zu denen ich kurz Stellung nehmen will.
Vergleicht man die Ausgaben der einzelnen Bundesländer im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe, so lässt sich feststellen, dass die Ausgaben im Freistaat mit 287 Euro deutlich über dem Bundesdurchschnitt liegen. Mehr als die Hälfte aller deutschen Bundesländer geben pro Kopf der Bevölkerung weniger Geld für die Kinder- und Jugendhilfe aus.
Zukunftsorientierte und effektive Kinder- und Jugendpolitik beinhaltet für mich mehr als nur die Bereitstellung von Geld. Sie ist auch eine solide Haushaltspolitik ohne Schulden und liegt damit gerade im Interesse der Kinder und Jugendlichen in unserem Lande – denn sie müssten die zusätzlichen Schulden mit Zins und Zinseszins zurückzahlen!
Quelle: Patrick Schreiber MdL, Newsletter
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