Gute Bildungspolitik braucht Kompromisse für Perspektiven

Thomas Colditz, MdL aus dem Erzgebirgskreis

Thomas Colditz, MdL aus dem Erzgebirgskreis

Colditz fordert Kompromissbereitschaft im Streit um Arbeitszeit für Lehrer

Dresden. Im Streit um eine neue Teilzeitregelung für Lehrer hat Thomas Colditz, Bildungspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion, die Verhandlungspartner zur Kompromissbereitschaft aufgerufen.

„Eine Verständigung der Regierung auf der einen und der Gewerkschaften auf der anderen Seite ist dringend geboten“, sagte Colditz in einer Landtagsdebatte.

Ziel müsse es sein eine finanziell vertretbare, juristisch haltbare und politisch nachvollziehbare Lösung zu finden.

Colditz äußerte Verständnis für die Forderung der Lehrergewerkschaft nach einer Vollzeitperspektive.

„Man muss anerkennen, dass unsere Lehrer in den zurückliegenden Jahren Einschnitte akzeptiert und für alle solidarisch mitgetragen haben. Kein Regierungsbeamter, kein Hochschulprofessor und auch kein Bediensteter in der Finanzverwaltung hat sich beschäftigungspolitisch so solidarisch verhalten wie die Lehrerschaft“, sagte der Bildungsexperte der CDU-Fraktion.

Colditz verwies aber auch auf die finanziellen Rahmenbedingungen und die Notwendigkeit, jungen Lehrer Einstellungsperspektiven aufzuzeigen. Colditz verwies in seiner Rede im Plenum auf drei verschiedene Interessenlagen, die es unter einen Hut zu bringen gilt.

Mit dem Auslaufen des Bezirkstarifvertrages für Lehrer an Mittelschulen und Gymnasien endet zum 31. Juli 2010 die Teilzeitregelung. Die Rückkehr aller Lehrkräfte in die Vollzeit bedeutet ein Plus von 2000 Stellen. Daraus ergeben sich Mehrkosten von 380 Millionen Euro bis 2014. Nach Auffassung des Finanzministeriums ist das bei einem Rückgang des Haushaltsvolumens um 1,7 Milliarden Euro nicht zu verkraften.

Die Rede zum lesen – hier klicken.

Quelle: CDU-Fraktion des Sächsischen Landtag