Grube lenkt ein – Bahn hängt Mitteldeutschland nicht ab
6. April 2010 Meldungen
Feist/Kudla/Vaatz: Bahn stellt Signale wieder auf Grün für Leipzig
Zu möglichen Fahrplanänderungen der DB AG auf der Strecke Berlin–Leipzig–München aufgrund der technischen Probleme mit dem ICE-T erklären Dr. Thomas Feist MdB, Bettina Kudla MdB und der für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung und für den Aufbau Ost zuständige stellvertretende Fraktionsvorsitzende Arnold Vaatz MdB:
Im Rahmen der Vorbereitungen für den Fahrplanwechsel im Dezember 2010 waren Überlegungen der DB AG bekannt geworden, dass die technischen Schwierigkeiten mit den Radsatzwellen und der damit verbundenen abgeschalteten Neigetechnik des ICE T zu Einschränkungen für die Anbindung Dresdens und Leipzigs an das ICE-Fernverkehrsnetz führen könnten.
Der daraufhin geführte intensive sachliche Dialog, auch der sächsischen CDU-Bundestagsabgeordneten, mit Bahnchef Rüdiger Grube hat dazu geführt, eine tragfähige Lösung zu finden, falls die technischen Voraussetzungen für den Einsatz der ICE T mit Neigetechnik für den Fahrplanwechsel im Dezember 2010 nicht rechtzeitig vorliegen.
Die nun garantierte Aufrechterhaltung des 1-Stunden-Taktes für die Strecke Berlin–Leipzig und einem 40/80-Minuten-Takt auf der Strecke München-Leipzig ist ein erfreuliches Signal der Bahn. Bahnchef Grube hält damit seine Zusage ein, im Rahmen der laufenden Planungen für den Fahrplanwechsel 2011 alle Anstrengungen zu unternehmen, Einschränkungen des heutigen 1‑Stunden-Takts auf den Strecken Frankfurt/M-Leipzig-Dresden und Berlin-Leipzig-München aufgrund der technischen Schwierigkeiten des ICE T zu mindern. Auch hat der Bahnchef weitere Optimierungen angekündigt.
Möglich werden kann dies durch eine andere Gestaltung und Verknüpfung der heutigen Verbindungen Hannover-Leipzig, Frankfurt/M-Leipzig-Dresden und München-Leipzig-Berlin. Die heutigen umsteigefreien Verbindungen bleiben im 2-Stunden-Takt erhalten; hinzu kommt die direkte Verbindung Berlin-München über Halle (Saale).
Im Rahmen der laufenden Planungsprozesse sind noch weitere Abstimmungen erforderlich sind, wobei die Verknüpfung des Fernverkehrs mit dem Nahverkehr eine entscheidende Rolle spielt.
Dies sind akzeptable Lösungsansätze, insbesondere da anzunehmen ist, dass die gestern neuerlich vom Eisenbahnbundesamt bekanntgegebenen Sicherheitsanweisungen für den ICE T auch weiterhin die Nutzbarkeit der Neigetechnik beeinflusst. Diese Technik ist jedoch für die Aufrechterhaltung des heutigen 1‑Stunden-Taktes erforderlich und wird voraussichtlich erst nach dem aufwendigen Wechsel der Radsatzwellen der ICE T wieder zur Verfügung stehen.
Begrüßt wird auch, dass im Vorfeld von Protestaktionen in Leipzig auf sachlicher Ebene wesentliche Kritikpunkte an den Überlegungen der DB AG ausgeräumt worden sind. So waren bereits Verbesserungen für die angedachten temporären Einschränkungen auf der Strecke Frankfurt/M-Leipzig-Dresden von Bahnchef Grube zugesagt worden. Konkret ist beabsichtigt, den ursprünglich entfallen Stopp auf der Strecke Frankfurt/M-Leipzig-Dresden in Riesa beizubehalten. Es besteht auch weiterhin das Ziel, dies ebenfalls für Dresden-Neustadt zu erreichen.
Es ist das richtige Signal für die Fahrt aus der Pannenserie der Deutschen Bahn, wenn die technischen Probleme des ICE T nicht dazu führen, hauptsächlich die Anbindung ostdeutscher Städte an das ICE-Fernverkehrsnetz zu belasten.
Quelle: MdB Dr. Thomas Feist, Leipzig/ 05. April 2010
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