Schneider: Sachsens Porzellan bekommt später sein Museum

Prof. Dr. Günther Schneider MdL aus dem Erzgebirge

Prof. Dr. Günther Schneider MdL aus dem Erzgebirge

Sachsen hält am Umbau des Japanischen Palais fest

Dresden. Sachsen hält am Umbau des Japanischen Palais fest. Allerdings hat die Instandsetzung des Residenzschlosses zeitlichen Vorrang vor der Umsetzung der Nutzungskonzeption für das Japanische Palais.

„Wie das Residenzschloss ist auch die Sanierung des Japanischen Palais eine mehrjährige Aufgabe“, betonte Prof. Dr. Günter Schneider.

Die Verschiebung des Kolloquiums sei daher nur konsequent. Darauf hat der wissenschaftspolitische Sprecher der CDU-Fraktion am Mittwoch in Dresden hingewiesen.

Schneider reagierte damit auf Medienberichte, wonach die Nachnutzung des Japanischen Palais als Porzellanmuseum zur Disposition stehe.

„Wie schon am 23. Juli 2009 von Ministerpräsidenten Tillich im Rahmen eines Besuchs in der Porzellanmanufaktur Meissen geäußert, ist und bleibt es Ziel, dass Japanische Palais als Sächsisches Porzellanmuseum zu etablieren. Allerdings sieht die unter der Ex-Kunstministerin Dr. Stange erarbeitete Museumskonzeption vom 28.04.2009 vor, dass Maßnahmen zum nutzerspezifischen Innenausbau voraussichtlich nicht vor 2014 möglich sind.“

Das Expertenkolloquium, das unter der Moderation von Ministerpräsident a.D. Prof. Dr. Kurt Biedenkopf Konzepte für die zukünftige Nutzung des Japanischen Palais entwickeln sollte, wird deshalb in diesem Jahr nicht einberufen. „Dies ist angesichts des späten Beginns der Neugestaltungsmaßnahmen auch nicht notwendig. Mit ‚Luftplanungen’ ist nämlich niemanden geholfen, vor allem nicht wenn das Vorhaben ein Erfolg werden soll“, sagte Prof. Schneider.


Quelle: CDU-Fraktion des Sächsischen Landtag