MdEP Jahr: Weniger Bürokratie für sächsischen Mittelstand

Dr. Peter Jahr, Sächsischer Abgeordneter im Europaparlament

Dr. Peter Jahr, Sächsischer Abgeordneter im Europaparlament

Straßburg. Für kleine Betriebe in der EU wird es künftig weniger Bürokratie geben.

Das betonte der sächsische Europaabgeordnete Dr. Peter Jahr nach der Abstimmung im Europaparlament zur Änderung der Bilanzierungsregeln für Kleinstunternehmen.

Danach können künftig diese Unternehmen von den kostspieligen Bilanzierungspflichten ausgenommen werden.

„Mit dieser Möglichkeit hat sich das Europäische Parlament deutlich für den Abbau von überflüssiger Bürokratie eingesetzt.

Zu bedauern ist lediglich, dass sich die Fraktion der Sozialdemokraten in der Abstimmung dagegen ausgesprochen hat, so Jahr.

Neben der Höchstzahl von zehn Beschäftigten darf ein Kleinstbetrieb nicht mehr als eine Million Euro Jahresumsatz und 500.000 Euro Bilanzsumme haben, um von der Ausnahmemöglichkeit zu profitieren. „Da lediglich zwei der drei Kriterien erfüllt sein müssen, könnten allein in Sachsen tausende Betriebe von der Neuregelung profitieren“, ist sich der Europaabgeordnete sicher. „Denn im Vergleich zu einem großen Unternehmen fällt bei einem Fleischer oder einer Kfz-Werkstatt der Aufwand für einen bilanzierungspflichtigen Jahresabschluss schon ins Gewicht. Hier können künftig Zeit und Kosten in Höhe von bis zu 2000 € pro Betrieb gespart werden”, erklärte der CDU-Politiker.

Es liegt nun an den 27 EU-Mitgliedstaaten von dieser Möglichkeit auch Gebrauch zu machen. “Ich gehe allerdings davon aus, dass die Bundesregierung diese Möglichkeit nutzt. Schließlich ist bei uns in Deutschland der Mittelstand die tragende Säule unserer Wirtschaft”, so der Europaabgeordnete abschließend.

Quelle: Dr. Peter Jahr MdEP

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