MdB Feist: Politiker fordern Landesdirektion nach Leipzig
26. März 2010 Meldungen
Politiker fordern: Landesdirektion nach LeipzigIn einer gemeinsamen Erklärung von Kommunal-, Landes- und Bundespolitikern wird gegenüber der Staatsregierung deutlich für die Erhaltung der Landesdirektion in Leipzig eingetreten.
„Es könne nicht sein, dass Leipzig zur Bedeutungslosigkeit degradiert wird“, so der Bundestagsabgeordnete Dr. Thomas Feist, Initiator der Initiative.
„Wir brauchen auch in der Region Leipzig Arbeitsplätze in der öffentlichen Verwaltung. Leipzig darf nicht schon wieder über 350 Arbeitsplätze an Dresden oder Chemnitz verlieren.“
Der Vorsitzende des CDU-Kreisverbandes Leipzig und Mitglied des Europaparlaments; Hermann Winkler, und die Fraktionsvorsitzende der CDU im Leipziger Stadtrat, Ursula Grimm, unterstützen die Initiative.
Auch der Stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CDU-Fraktion im Sächsischen Landtag, Robert Clemen, macht sich für die Variante Leipzig stark.
„Um eine ausgewogene Verteilung der Behördenstellen im Freistaat zu gewährleisten, wäre es vernünftig, wenn sich der gesamte öffentliche Bereich der Finanzen in Chemnitz konzentriert und sich Leipzig als Hauptsitz der Mittelbehörde darstellt“, so Clemen.
Diese Überlegung von Clemen würde tatsächlich eine Gleichbehandlung zwischen Leipzig und Chemnitz bedeuten. Bei einem Zusammenschluss von Landesamt für Finanzen, welches bislang mit rund 400 Mitarbeitern in Dresden und über 100 Mitarbeitern in Leipzig vertreten ist, und der Oberfinanzdirektion in Chemnitz, die gegenwärtig über 270 Mitarbeiter beschäftigt, würde der Finanzstandort Chemnitz erheblich gestärkt.
„Dass die von drei auf eine zusammengefasste Landesdirektion darüber hinaus in Chemnitz angesiedelt werden soll, ist den Leipzigern nicht vermittelbar. Auch der Standort Dresden ist durch die Ansiedlung aller Sächsischen Staatsministerien mit der öffentlichen Verwaltung mehr als durchschnittlich bedient, so dass der Standort Leipzig auch im Sinne regionaler Gleichberechtigung mehr als begründet ist“, sagte Feist abschließend.
Auch die Vertreter der kommunalen Wirtschaft, Herr Joachim Dirschka von der Handwerkskammer und Herr Wolfgang Topf von der IHK, sind Unterzeichner der Erklärung. „Leipzig spielt als Genehmigungs-, Prüfungs- und Fördermittelbehörde besonders für die Wirtschaft eine große Rolle. Nach der Ausgliederung von Döbeln aus dem Regierungsbezirk musste Leipzig bereits in der Vergangenheit einen herben Rückschlag erleiden. Jetzt erwarten wir ein klares Signal für den Standort Leipzig von der Sächsischen Staatsregierung“, so Topf und Dirschka.
Quelle: MdB Dr. Thomas Feist, Leipzig/ 23.03.2010
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