Feuerwehrmann Jan Löffler stark im Sächsischen Landtag
12. März 2010 Berichte
Landtag beschließt mehr Unterstützung für freiwillige FeuerwehrenDresden. Der CDU-Landtagsabgeordnete Jan Löffler, der selbst aktiver Feuerwehrmann ist, warb gestern mit Erfolg im Sächsischen Landtag vehement für die Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehren im Freistaat Sachsen.
“Als selbst aktiver Feuerwehrmann einer Freiweilligen Feuerwehr, kann ich diese Ansätze nur begrüßen, denn meine Kameradinnen und Kameraden leisten im ganzen Land, Tag für Tag, Nacht für Nacht ehrenamtlich, in Ihrer Freizeit unter ganzem Einsatz und einem nicht zu unterschätzenden persönlichen Risiko, egal ob bei Bränden, Verkehrsunfällen oder Naturkatastrophen Ihren Dienst”, sagte Löffler.
“Die Freiwilligen Feuerwehren sind für die Sicherheit in den Städten und Gemeinden unverzichtbar. Sachsen braucht einsatzfähige, engagierte und motivierte Feuerwehrleute“, sagte Löffler mit Blick auf die Nachwuchsförderung”, so Löffler weiter.
Teil der Unterstützung soll unter anderem die Einführung einer Feuerwehrrente sein. Dazu hat die Staatsregierung den Kommunen bereits eine Rahmenvereinbarung für eine riesterfähige Versicherungslösung vorgelegt. (Antrag: “Förderung und Stärkung der Freiwilligen Feuerwehren”)
Dazu wandte sich bereits im Vorfeld sein Fraktionskollege Sebastian Fischer aus Großenhain in einem offenen Brief an die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren in seinem Wahlkreis, in dem es dazu heißt:
“… Es gibt hierbei schon Rahmenangebote einiger Versicherungen, die zu folgenden Konditionen zur Verfügung stünden. Bei einem Einsatz von 7,2 Mio. Euro Steuerzuschüssen und weiteren Einzahlungen der Feuerwehrleute selbst würde der Bezieher nach 15 Jahren Laufzeit eine Rente von monatlich 18 € bekommen. Dieser kleine, symbolische Betrag wäre allerdings eben nur ein Symbol ohne bleibenden Mehrwert. Das ist uns nicht genug.”
Ebenso hatte der Parlamentarische Geschäftsführer Christian Piwarz bereits im Januar den Diffamierungen der Opposition entgegengehalten:
„Es wird mit uns kein voreiliges Nein zur Feuerwehrrente geben. Wir werden uns zunächst die relevanten Zahlen zuarbeiten lassen. Auf dieser Grundlage wird die CDU-Fraktion beraten. Eine Lösung kann es nur gemeinsam mit den Kommunen geben.“
In Sachsen werden die Freiwilligen Feuerwehren nun nach dem Ansinnen der Koalitionäre noch stärker unterstützt. Bereits im vergangenen Jahr wurden die Mittel für den Brandschutz um zehn Millionen Euro auf jährlich 26 Millionen Euro aufgestockt.
Weiter warb Feuerwehrmann Löffler dafür, die Brandschutzerziehung in den Schulen zu verstärken und die Feuerwehren mit eigenen Lehrinhalten im Rahmen von Ganztagsangeboten zu etablieren. Darüber hinaus müssten die Lehrangeboten und die Ausbildungskapazitäten für Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren an der Landesfeuerwehrschule in Nardt verbessert werden.
Einem entsprechenden Antrag der Koalitionsfraktionen CDU und FDP hat gestern der Landtag zugestimmt. Danach wird die finanzielle Ausstattung für die Nachwuchsförderung des Landesfeuerwehrverbandes von jährlich 332.000 Euro auf 400.000 Euro aufgestockt. Zudem wird künftig eine Jubiläumsprämie gestaffelt nach Jahren der Mitgliedschaft eingeführt. Außerdem soll das Eintrittsalter in die Jugendfeuerwehren von zehn auf acht Jahre abgesenkt werden.
Im Freistaat Sachsen gibt es 1.568 Freiwillige Feuerwehr mit rund 48.200 aktiven Mitgliedern, hinzu kommen 1.700 Beschäftigte bei den Berufsfeuerwehren. In jeder der 500 Gemeinden existieren Feuerwehren mit insgesamt 1.832 Ortsfeuerwehren.
Der kommunalpolitische Sprecher der CDU-Fraktion des Sächsischen Landtages, Christian Hartmann bezeichnet die Freiwilligen Feuerwehren “als das Rückgrat des Ehrenamtes und der Bürgergesellschaft in unseren Städten und Gemeinden sowie in Ortschaften”. (nk)
Rede Jan Löffler als Text
» Stichworte: Brandschutz, CDU Sachsen, CDU-Fraktion, Feuerwehrmann, Feuerwehrrente, Freiwillige Feuerwehr, MdL Christian Hartmann, MdL Christian Piwarz, MdL Jan Löffler, MdL Sebastian Fischer, Nachwuchsförderung des Landesfeuerwehrverbandes, Rettungskräfte, Sächsischer Landtag
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