Die Arbeitsplatzkeule bringt keine Lösung
1. März 2010 Standpunkt

Staatsministerin Christine Clauß (© Foto: SMS)
Dresden. Nachdem bei Gesundheitsministerin Christine Clauß die Finanzmittelkürzungen in ihrem Haus bekannt wurden, steht sie im Fadenkreuz von Kritik.
Symbolisch für das Gesundheitsressort, wird von der Opposition gleich die Regierung verteufelt und Gesundheitsministerin Clauß gar zum Rücktritt aufgefordert.
Doch wer hier ruft, hat jeden Realtitätssinn verloren.
Besser kann man nicht dilletantistischen Populismus oder die exponentielle Inkompetenz in Sachen Haushaltspolitik herauskehren. Denn die Kürzungen erfolgen aus der Not heraus und der Verantwortung gegenüber nachfolgenden Generationen. Dem entsprechend hat CDU-Fraktionsvorsitzender Steffen Flath auch solchen Ansinnen eine klare Absage erteilt.
Der Paritätische Wohlfahrtsverband Sachsen geht sogar soweit und greift zur Arbeitsplatzkeule. Hier wird ein Schlag unter die Gürtellinie ausgeteilt, statt überhaupt erst einmal Machbares zu prüfen, kann man den Eindruck gewinnen.
Erinnert sei hier an große deutsche Unternehmen mit klingendem Namen, die Angesichts von Globalisierung und Wettbewerb, seit Mitte der 90-er Jahre von der Bildfläche verschwanden oder zumindest an andere Eigentümer wechselten, die ihr Handwerk verstanden. Sie vergassen schlicht und einfach, sich auf neue Gegebenheiten einzurichten.
Unternehmen mit verschlankten Verwaltungsstrukturen, einem sensiblen Risikomanagement sowie der Bündelung von Ressourcen und Flexibilität bei der Auftragsabwicklung gelang es am Markt zu bestehen, trotz allen Palavers von Linken und Gewerkschaften und heraufbeschworener Massenarbeitslosigkeit. (nk)
» Stichworte: CDU Sachsen, Finanzmittel, Gesundheitsministerin Christine Clauß, Steffen Flath
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