MdB Feist: Zweiklassengesellschaft beim Studium ist Unsinn
25. Februar 2010 Meldungen
Immer mehr junge Menschen entscheiden sich für ein StudiumBerlin. Die Studienbereitschaft nach Erwerb der Hochschulreife nimmt wieder zu. Damit ist der bisherige Trend zu sinkenden Studierquoten gestoppt. Das geht aus der aktuellen Studie des Hochschulinformationssystems (HIS) hervor.
Besonders erfreulich ist, dass die Bereitschaft zum Studium insbesondere bei Studienberechtigten aus bildungsfernen Elternhäusern gestiegen ist. Die Studierquote stieg im Vergleich zu den Studienberechtigten aus akademischen Elternhäusern doppelt so stark an. 72 Prozent der Studienberechtigten erklärten, dass sie die Aufnahme eines Hochschulstudiums planen.
Die HIS-Studie belegte weiterhin, dass finanzielle Gründe bei der Entscheidung ein Studium aufzunehmen nur eine untergeordnete Rolle spielen. Viel größeren Einfluss haben die Schulnoten, die Art der Hochschulreife und das Geschlecht.
Für die Hochschulen in den ostdeutschen Bundesländern kommt es daher darauf an verstärkt mit ihren Standortvorteilen für Forschung und Lehre zu werben und nicht einseitig den Aspekt der Gebührenfreiheit zu betonen, denn die Studie belegte allerdings auch, dass sich Studienberechtigte aus den alten Bundesländern nur ungern für ein Studium in den neuen Bundesländern entscheiden, erklärt der Leipziger Bundestagsabgeordnete Dr. Feist anlässlich eines Fachgespräches im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung zur HIS-Studie “Studienberechtigte 2008″.
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