Kupfer begrüßt Zusage des Bundeslandwirtschaftsministeriums
18. Januar 2010 Meldungen
„Keine Entscheidung gegen Milchbauern in Ostdeutschland!“
Landwirtschaftsminister Frank Kupfer hat die Ankündigung des Bundeslandwirtschaftsministeriums im Agrarausschuss des Bundesrates am Samstag begrüßt, die beiden Handelsgebiete für Milchquote nicht ohne die Zustimmung der ostdeutschen Bundesländer zusammenzulegen.
„Ein einheitliches Handelsgebiet würde vor allem den ostdeutschen Milchbauern Nachteile bringen“, betonte der Minister. Die durchschnittlichen Quotenpreise für die Produktion eines Liters Milch liegen derzeit in der Region Ost neun Cent unter denen Westdeutschlands. „Eine Zusammenlegung beider Gebiete führt zwangsläufig zu einer Erhöhung der Produktionskosten im Osten. Das würde die ohnehin schwierige wirtschaftliche Situation der ostdeutschen Milchbauern weiter verschärfen“, so Kupfer weiter.
Hintergrund:
Mit der Milchquote wird die Menge der produzierten Milch europaweit begrenzt. Auf diese Weise soll eine Überproduktion verhindert werden. Liefert ein Produzent mehr Milch, wird er über die Zahlung einer sogenannten Superabgabe sanktioniert. Diese Abgabe ist so hoch festgelegt, dass die Milchproduktion ökonomisch unrentabel wird. Die Milchquote wird unter den einzelnen Erzeugern gehandelt. Seit 2007 sind die Handelsgebiete in Ost- und Westdeutschland getrennt, hierbei haben sich unterschiedliche Preise stabilisiert. So lag der Preis für die gehandelten Milchquoten am letzten Handelstermin am 2. November 2009 im Übertragungsgebiet West bei 20 Cent pro Kilogramm Milch und im Übertragungsgebiet Ost bei elf Cent.
Quelle: Medienservice
» Stichworte: CDU Sachsen, Landwirte, Landwirtschaft, MdL Frank Kupfer, Milchpreis, Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft, Torgau
» Beitrag bei Twitter empfehlen!
