Flath bekräftigt Appell für Diskussion um mehr CDU-Profil

Sachsens CDU-Fraktionschef Steffen Flath

Sachsens CDU-Fraktionschef Steffen Flath

Nach seinem Appell für mehr Profil der CDU (wir berichteten), sind Steffen Flath und die drei Mitautoren der Kritik an ihrem Vorgehen ausgesetzt.

Hintergrund: In der letzten Sonntagsausgabe der FAZ wurde ein offener Brief, unter dem Titel: “Mehr Profil wagen!”, vom Vorsitzenden der CDU-Fraktion im sächsischen Landtag und drei Kollegen veröffentlicht.

In diesem fordern sie eine grundlegende Analyse des vergangenen Bundestagswahlkampfes und eine Schärfung des Profils der Union.

Dabei wird vor allem der Verlust von konservativen Stammwählern, durch ein fehlendes “klares und profiliertes politisches Angebot” angesprochen, eine ungenügende Wahlkampfstrategie vorgeworfen.

Mit “prägnanter Botschaft und einem klares Bekenntnis zu unseren Zielen” wollen die Vier die verlustigen Stammwähler zurückgewinnen.

“Die Bedeutung der kulturellen Leistung „Demokratie“ sowie des christlichen Wertefundaments unserer Gesellschaft müssen klar herausgestellt werden”, fordern die Vier bei zukünftigen Wahlkämpfen.

Im heutigen Interview mit Bettina Klein vom Deutschlandfunk bekräftigt Flath seine Meinung und verdeutlicht:

“Es geht mir um das Profil der CDU in Deutschland und es geht mir damit um die Zukunft unserer Partei in Deutschland.

Wenn fast eine Million Wähler zu Hause bleibt, die früher bei Wahlen immer CDU gewählt haben, dann sollte das ein Alarmzeichen sein und einer solchen Diskussion sollte man sich zu diesem Zeitpunkt einfach mal stellen.”

 
Kurz vor der Klausurtagung des CDU-Bundesvorstandes am kommenden Donnerstag in Berlin wird damit eine Debatte zu Leitbild und Parteiprogramm angeschoben.

Flath sieht dabei keinen Grund, dass eine Diskussion “weggedrückt” wird. “Das erwarten doch eigentlich die Leute, dass in einer Volkspartei auch öffentlich diskutiert wird”, sagt Steffen Flath.

Flath wünscht sich, dass sich auch der Bundesvorstand dieser Diskussion stellt und, “dass wir dann auf einem Bundesparteitag uns möglichst festlegen, wie wir zukünftig wieder erfolgreicher sein können”. (nk)

Das ganze Interview zum lesen, hier klicken.

Das ganze Interview zum hören [10:43], hier klicken.