Winkler: EU-Kommission geht neuen industriepolitischen Weg

MdEP Hermann Winkler aus dem Wahlkreis Leipzig

MdEP Hermann Winkler aus dem Wahlkreis Leipzig

Chance für Standort Sachsen nutzen!

Bei der Entwicklung und Förderung von zukunftsorientierten Schlüsseltechnologien soll die EU ihre Kräfte stärker bündeln. Das fordert die Europäische Kommission in ihrer heutigen Mitteilung zu so genannten Key Enabling Technologies (KET). Und bekommt Zustimmung aus dem Europaparlament.

“Die Kommission geht einen neuen industriepolitischen Weg: Statt auf einzelne Sektoren zu blicken, schaut sie nunmehr auf die Kernfähigkeiten, die in der EU vorhanden sein sollten”, so der Leipziger CDU Europaabgeordnete Hermann Winkler.

Als Mitglied im Industrieausschuss des Europäischen Parlaments werde ich mich klar für die Interessen Sachsen positionieren – Sachsen muss diese Chance gerade im Hinblick auf seinen mikro- und nanoelektronischen Standort nutzen.

 

“Wir brauchen endlich ein Gesamtkonzept, wie wir diese Technologien in Europa und so auch in Sachsen weiterentwickeln und halten können”,
so Winkler.

Sachsen hat die EU Kommission schon seit langem und immer wieder aufgefordert, ein Gesamtkonzept zu erstellen, wie wir diese Technologien halten und ausbauen können”, so Winbkler weiter.

In dieser Mitteilung kündigt die Kommission konkrete Schritte zur Unterstützung von Mikroelektronik (incl. Halbleiter), Nanotechnik und Photonik in Europa an. Diese Querschnittstechnologien machen unter anderem Energieeffizienz und emissionsarme Fahrzeugkonzepte überhaupt erst möglich. Auch intelligentes Wohnen und innovative Lösungen im Maschinenbau sind ohne Mikroelektronik- und Halbleiterindustrie nicht realisierbar.

Ein Ziel dieser heute veröffentlichten Mitteilung ist es, durch gemeinsame Anstrengungen der EU, der Mitgliedsstaaten und der Regionen, die Forschung und Produktion in Europa zu sichern. „Die EU hat die Zeichen der Zeit erkannt und setzt gezielt auf Europa als High-Tech-Standort”, so Winkler. “Und die Kommission stellt die richtigen Fragen. Wie können wir Technologien einsetzen, um die gesellschaftlichen Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte zu meistern und global wettbewerbsfähig zu bleiben?”

Die EU ist zwar bereits im Bereich der Mikroelektronik gut aufgestellt. Die Konkurrenz aber ist enorm und es geht jetzt darum, dass Europa nicht den Anschluss verliert. “Der Innovationswettbewerb ist härter geworden. Andere Staaten, hier vor allem die USA und Japan, haben in den vergangenen Jahren die Mikro- und Nanoelektronik massiv gefördert. Deshalb ist es gut, dass die EU jetzt handelt”, sagt Winkler. “Wir brauchen endlich ein Gesamtkonzept, wie wir diese Technologien in Europa und so auch in Sachsen weiterentwickeln und halten können.”

Quelle: Hermann Winkler, MdEP