Schreiber: Versuch Gemeinschaftsschule läuft nach Plan aus
11. Dezember 2009 Meldungen
Dresden. „Wieder einmal beschäftigen wir uns heute mit Anträgen zum Thema Gemeinschaftsschule. Dieses Thema zieht sich seit der Wiedergründung des Freistaates Sachsen wie ein rot-rot-grüner Faden durch die sächsische Bildungspolitik”, begann Patrick Schreiber eindrucksvoll seine erste Rede im Sächsischen Landtag.Sein Unverständnis zu den Anträgen erscheint verständlich, denn die prägende Bildungspolitik der CDU im Freistaat seit 1990, mit einem gegliederten Schulsystem, ist von Erfolgen gekrönt.
„Die Erfolge dieses Systems lassen sich eindeutig durch den innerdeutschen Ländervergleich der PISA-Studien sowie durch den Bildungsmonitor der vergangenen Jahre nachweisen”, stellte der Jugendpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion heraus.
Unmissverständlich verwies Schreiber auf den Beschluss aus der vergangenen Legislaturperiode: „Der Freistaat Sachsen hat in der vergangenen Legislaturperiode an insgesamt neun Standorten im Rahmen von Schulversuchen sogenannte Gemeinschaftsschulen befristet (!) zugelassen.
„Bei diesen Schulen handelt es sich um ‘Schulen mit besonderem pädagogischen Profil’, die wissenschaftlich begleitet und schlussendlich evaluiert werden”, referierte Schreiber. „Der aktuelle Koalitionsvertrag zwischen CDU und FDP sehe nichts anderes vor”, so Schreiber weiter.
Schreiber: „Die dauerhafte Einführung von Gemeinschaftsschulen steht für uns folglich nicht zur Debatte!”
Deutlicher wurde Schreiber zur Veranschaulichung. Zitat: „Wie die Bezeichnung ‘Schulversuch’ – schon sagt, – und die Betonung liegt dabei auf dem Wort Versuch – ging es nie darum, in Sachsen flächendeckend sogenannte Gemeinschaftsschulen einzuführen.”
Zitat Ende.
Behauptungen der Opposition, das Eltern ein längeres gemeinsames Lernen für ihre Kinder favorisieren, widerlegte Schreiber am Beispiel Hamburg, und markierte diese als „Worthülsen der Opposition gegen die Beendigung des Schulversuches”.
Als weiteres Argument diente die Forsa-Studie vom September 2009, die im Auftrag des Deutschen Philologenverbands (DPhV) erstellt wurde. Nach der 63 Prozent der Bevölkerung das gegliederte System behalten wollen. Vor allem die junge Generation plädiert der Studie zufolge für das gegliederte System.
Schreiber abschließend zum Standpunkt der CDU-Fraktion: „Wir sind der Meinung, dass eine dauerhafte Senkung der Schulabbrecherquote unter Beachtung der individuellen Förderung und gezielten Betreuung von Schülern nur im gegliederten Schulsystem möglich ist. Die aktuellen Zahlen bestätigen unsere Auffassung nachdrücklich. Die dauerhafte Einführung von Gemeinschaftsschulen steht für uns folglich nicht zur Debatte”. (nk)
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