MdEP Jahr: Europäischer Rechnungshof prüft EU-Haushalt
27. November 2009 Meldungen

Dr. Peter Jahr, Sächsischer Abgeordneter im Europaparlament
In seiner Rede betonte Jahr, dass es daher sehr erfreulich ist, dass der Rechnungshof bei den Agrarmitteln keine wesentlichen Fehler feststellen konnte. So lag die Fehlerquote unter der Bagatellgrenze und die Fehler waren in finanzieller Hinsicht zudem relativ geringfügig. Dennoch sind nach wie vor Verbesserungen notwendig. Bei den Ausgaben für die Entwicklung des ländlichen Raums treten immer noch mehr Probleme auf als im restlichen Agrarbereich. Zudem gibt es große Unterschiede bei der Fehlerhäufigkeit zwischen den einzelnen Mitgliedsstaaten. Während Griechenland, Rumänien und Italien am häufigsten Mittel unsachgemäß verwenden, scheidet Deutschland hier gut ab. “Umso wichtiger ist es deshalb, dass man sich intensiv mit den ‘Problemfällen’ beschäftigt. Nationale Fehlerquoten von über 10 Prozent sind schlicht nicht akzeptabel”, erläuterte der Europaabgeordnete.
Fehler sind allerdings nicht automatisch mit Betrug gleichzusetzen. Vielmehr können sie aus der falschen Anwendung oder mangelndem Verständnis der häufig sehr komplizierten Regelungen der EU resultieren. “Hier müssen die Kommission und die Mitgliedsstaaten ihre Anstrengungen weiter verstärken um Verfahren zu vereinfachen und den Verwaltungsaufwand zu reduzieren”, so Peter Jahr abschließend.
Quelle: MdEP Dr. Peter Jahr
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