SEMI-Europe-Chef bescheinigt Sachsen kluge Ansiedlungspolitik
7. Oktober 2009 Berichte
Tillich eröffnet Europas wichtigste Halbleitermesse(Dresden) „Ich heiße die SEMICON EUROPA in Sachsen herzlich willkommen. Die Entscheidung der SEMI Europe für Dresden als neuen Messestandort ist eine Auszeichnung für Silicon Saxony und unterstreicht die Bedeutung dieser Region als dem wichtigsten europäischen Standort für die Mikro- und Nanoelektronik.
Ich verspreche mir von der Messe neue Impulse für die sächsische Chipindustrie und langfristig noch mehr Arbeitsplätze,“ ließ Ministerpräsident Stanislaw Tillich in seiner Eröffnungsrede wissen.
Stanislaw Tillich:
“Silicon Saxony ist die Lokomotive der europäischen Chipindustrie – und soll es auch bleiben.”
Ministerpräsident Stanislaw Tillich eröffnete gestern in Dresden die SEMICON Europa 2009, die von nun an jährlich in der sächsischen Landeshauptstadt stattfindet. Die SEMICON Europa ist eine der bedeutendsten Fachmessen für die Chipindustrie in Europa. Schwerpunkte der Messe bilden Halbleiterprodukte, -stoffe und Dienstleistungen.
Auf der diesjährigen Messe präsentieren sich bis zum 8. Oktober mehr als 400 Aussteller aus 23 Ländern, davon 150 aus außereuropäischen Ländern.
Als Schirmherr begrüßt Tillich die konsequente Wahl des Standort: “In den vergangenen zwei Jahrzehnten hat sich Dresden zum führenden Halbleiterstandort in Europa entwickelt. Der Cluster „Silicon Saxony“ ist in der gesamten Branche bekannt. Das nicht nur wegen der großen Konzerne, die sich hier angesiedelt haben, sondern auch dank der Vielzahl von Mittelständlern und Dienstleistern. Forschung, Entwicklung und Fertigung sind in Silicon Saxony zu Hause. Gerade im veränderten Marktumfeld sind neue Ideen notwendig, um Chip-Innovation in Europa zu sichern”.
Brüssel: Zukunft der EU‑Industrie hängt von der Beherrschung von Schlüsseltechnologien ab
Die SEMICON Europa verspricht mit ihren zukunftsträchtigen Technologien für Sachsen wissenschaftlichen sowie wirtschaftlichen Aufwind. Hat die EU-Kommission doch vor Wochenfrist erst beschlossen, durch eine hochrangige Sachverständigengruppe, in den Bereich Schlüsseltechnologien kurz- und längerfristige Strategien zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit für Europa zu entwickeln. Schlüsseltechnologien haben systemische Bedeutung, hat die EU-Kommission erkannt und schlägt vor, eine europäische Vision für den industriellen Einsatz solcher Technologien in der Europäischen Union zu erarbeiten und umzusetzen.
Mit der SEMICON EUROPA in Dresden ist nun ein Sprung vorwärts gelungen. Wenn die Europäische Kommission dem Rat Ende 2010, auf Grundlage der Sachverständigengruppe Bericht erstatten wird, ist Sachsen bereits einen Schritt weiter.
Das fast 10-jährige Branchennetzwerk Silicon Saxony e. V. vereint inzwischen nach eigenen Angaben, 265 Unternehmen, Forschungsinstitute, Universitäten und Hochschulen mit insgesamt 4 Milliarden Euro Umsatz. Die enge Zusammenarbeit im Netzwerk fördert und stabilisiert die wirtschaftliche Entwicklung der Mitgliedsunternehmen. Intelligente Kooperationen der Mitglieder untereinander sorgen für Know-how- Transfer, Synergien, enge wirtschaftliche Beziehungen und fördern die Innovationskraft, beschreibt sich der Verein selbst.
Mit seiner Vernetzung setzen die Mitglieder Massstäbe. Regelmäßig diskutieren die Mitglieder die zukünftige strategische Ausrichtung und neueste technologische Trends. Anforderungen und Technologien in den wesentlichen Bereichen der Mikroelektronik werden besprochen. Aber auch die Personalentwicklung durch Ausbildung und Gewinnung von dringend benötigten Fachkräften für die Halbleiterindustrie ist Teil der Arbeit des Netzwerks.
Heute ist “Silicon Saxony” Europas führender Cluster in der Mikroelektronik und der fünftgrößte weltweit. Alles in allem eine Erfolgsstory. Und die Einigkeit von sächsischer Politik und der Mikroelektronikindustrie machte in der Technologiebranche die Runde.
Denn bereits 2008 legte sich Branchenchef Heinz Kundert, Präsident des Weltverbandes der Zuliefererindustrie SEMI Europa über den neuen Standort der SEMICON EUROPA 2009 fest: “Unser Ziel ist es, von Dresden nicht mehr wegzugehen”. Nach Genf, Zürich und München sowie Stuttgart ist die 1976 gegründete Messe nun an ihrem Bestimmungsort angekommen.
“Wir gehen dahin, wo eines der führenden Cluster der Halbleiterindustrie beheimatet ist…
…Durch eine weitsichtige Ansiedlungspolitik hat sich Silicon Saxony zu einem der bedeutendsten Mikroelektronikstandorte in Europa entwickelt. Rund um die Branchenführer ist ein vitales Cluster mit großem Potenzial entstanden. Inzwischen wird jeder zweite europäische Chip in Sachsen produziert. Das macht Silicon Saxony zu dem Forschungs-, Entwicklungs- und Fertigungsstandort in Europa. Näher kann man nicht an seinen Kunden sein”, begründet Heinz Kundert, Präsident der SEMI Europe, die Entscheidung zum Standortwechsel.
(nk)
www.silicon-saxony.de
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