Stanislaw Tillich – Ein Mann ganz aus dem Volk

Trotz noch so begrenzter Zeit: Stanislaw Tillich lässt sich eine gesellige Runde in der Freizeit nicht nehmen. (Foto: Sächsische Union)

Trotz noch so begrenzter Zeit: Stanislaw Tillich lässt sich eine gesellige Runde in der Freizeit nicht nehmen. (Foto: Sächsische Union)

Keine unhaltbaren Versprechen vor der Wahl – Ehrlichkeit ist Trumpf

Als Kind wollte er so sein wie Old Shatterhand. Und einiges hat Stanislaw Tillich tatsächlich mit Helden aus der Phantasiewelt des Sachsen Karl May gemeinsam. Das Gefühl für Gerechtigkeit, der Glaube an das Gute im Menschen und Gottvertrauen. Wie Shatterhand spricht er mehrere Sprachen – neben Deutsch auch Sorbisch, Tschechisch und Polnisch. Und dass er gut verhandeln und organisieren kann, hat Tillich beim Wiederaufbau nach der Jahrhundertflut gezeigt. Er liebt seine Heimat und ist doch neugierig auf fremde Länder.

Tillich gilt als bodenständig, ehrlich, glaubwürdig und kompetent. Als einer, der in der Sache hart ist, aber stets loyal.

Der “grüne” Tillich

Stanislaw Tillich ist Sorbe. Darauf sind die 40.000 Angehörigen der in der Region um Bautzen lebenden westslawischen Minderheit besonders stolz. Im idyllischen Panschwitz-Kuckau ist der Ministerpräsident einfach der “Stani”. Hier lebt er gemeinsam mit Frau Veronika und seiner 77-jährigen Mutter Kata in dem Haus, das er gemeinsam mit seinen Eltern mit viel Liebe und fleißiger Arbeit auf- und ausgebaut hat. Die Solaranlagen auf dem Dach des orange gestrichenen Hauses zeugen von Tillichs Einstellung zu “grünen” Themen. Sie haben längst in den christdemokratischen Alltag Einzug gehalten. Stanislaw Tillich lebt vieles vor, was sich die Sächsische Union auf ihre Fahnen geschrieben hat. “Besonders wichtig in meinem Leben ist mir meine Familie. Ich liebe meine Frau. Wie beiden sind stolz auf unsere inzwischen erwachsenen Kinder.” Tillich gilt als bodenständig, ehrlich, glaubwürdig und kompetent. Als einer, der in der Sache hart ist, aber stets loyal.

Der Ball ist rund! Fit halten und Kontakte knüpfen. (Foto: Sächsische Union)

Der Ball ist rund! Fit halten und Kontakte knüpfen. (Foto: Sächsische Union)

Stanislaw Tillich – Ein Mensch wie Du und ich

Berührungsängste hat man im idyllischen Panschwitz-Kuckau, das von sich reden machte, als die Nonnen des örtlichen Klosters St. Marienstern die erste sächsische Landesausstellung ausrichteten, keine. Stanislaw Tillich ist auch als Ministerpräsident jemand, dem der arbeitslose Nachbar ungeschminkt von seinen Sorgen oder der lokale Unternehmer von seinen Erfolgen berichtet. Und auch der Bürgermeister hält nicht hinterm Berg mit seinen Anmerkungen zu den neuesten sächsischen Verordnungen. “Ich behalte so Bodenhaftung und eine klare Sprache weit ab von politischer Alltagsrhetorik”, sagt Stanislaw Tillich. Vor allem aber ist der Mann Ingenieur und steht auch im Wahlkampf zu seiner naturwissenschaftlichen Ausbildung. “Ich bin gegen unhaltbare Versprechen vor und nach den Wahlen.” Die grundlegende Wahrheit sei, dass eins und eins immer zwei ist.

Zuhören beim Nachbarn und beim Bürgermeister: “Ich behalte so Bodenhaftung und eine klare Sprache weit ab von politischer Alltagsrhetorik” ~Stanislaw Tillich

Tillich hat es sich nicht leicht gemacht mit seinem Leben und Wirken zu Zeiten des Arbeiter- und Bauernstaates. Im vorletzten Jahr vor der Wende trat er in die CDU ein, weil er damals, wie die Mehrheit der Deutschen, nicht an eine Wiedervereinigung glaubte und wenigstens Steinchen gerade rücken wollte. “Meine Heimat verlassen wollte ich nicht, deswegen habe ich einen Weg gesucht, Dinge dort zu bewegen, wo es für meine Familie und mich vertretbar und machbar war.” Nach dem Sieg der friedlichen Revolution blieb die CDU seine Heimat: “Das Bekenntnis zum christlichen Menschenbild, das Vertrauen auf die Kräfte der sozialen Marktwirtschaft und die drei Säulen unserer Partei – die konservative, die soziale und liberale – machen für mich eine wahre Volkspartei aus.”

Hoffnungsträger für Sachsen

Es sind die vielfältigen Erfahrungen auf den unterschiedlichsten Ebenen, die Stanislaw Tillich zum neuen Hoffnungsträger Sachsens machen. Als stellvertretender Ratsvorsitzender für Handel und Versorgung hat er die realen Grenzen des Sozialismus erlebt, als freigewählter Abgeordneter der Volkskammer die Auflösung DDR. Die neuen Dimensionen europäischer Politik und ihre Chancen sind ihm als Beobachter und später als Mitglied des Europäischen Parlaments bewusst geworden. Sie helfen ihm heute, die Interessen Sachsens in Deutschland und Europa zu vertreten. In den kommenden Jahren stehen große Herausforderung vor Stanislaw Tillich. Er ist gut auf sie vorbereitet.

—Sachsen:Brief, Sommer 2009