MdB Michalk: Hospize erfüllen gesellschaftlichen Dienst

Ambulante Angebote der Sterbebegleitung sollen ausgebaut werden. Das ist die einhellige Meinung der CDU-Fraktion im sächsischen Landtag über ambulante Hospizdienste im Freistaat Sachsen.

Am 20. Juli besuchte die Bundestagsabgeordnete Maria Michalk (CDU) die Mitglieder des ambulanten Hospizdienstes der Malteser in Hoyerswerda bei ihren Vorbereitungen für das Benefizkonzert am 22. August. Leiterin Lydia Tietz informierte die Abgeordnete über die Arbeit des Hospizdienstes. Zur Sprache kamen dabei beispielsweise die Verbreitung und die Nachfrage zur Nutzung des Dienstes. Lydia Tietz konnte berichten, dass aufgrund der erhöhten Nachfrage bereits eine dritte Gruppe ehrenamtlicher Hospizhelfer ausgebildet wurde. Noch schlägt der demografische Faktor nicht ganz durch, aber mittlerweile machen sich immer mehr, zum größten Teil Familienangehörige, mit dem Hospizdienst vertraut. Auch ist eine erhöhte Nachfrage von Familienmitgliedern aus den westlichen Bundesländern zu verzeichnen, da diese sich nicht selbst um ihre Angehörigen in der alten Heimat kümmern können. In Westdeutschland sind Hospizdienste fest in die Gesellschaft integriert, während sich in den östlichen Bundesländern die Hospize erst etablieren müssen. Ihre Wahrnehmung geht noch am Bürger vorbei. Interessiert folgte die Abgeordnete den Ausführungen. Sie selbst berichtete anschließend von der aktuellen Debatte zur Patientenverfügung. Damit war man dann auch gleich in der größten Diskussion.

Bundestagsabgeordnete Maria Michalk (li.) lässt sich von Leiterin Lydia Tietz (re.) über die Arbeit des ambulanten Hospizdienst informieren. Die ehrenamtlichen Hospizbegleiter bei Vorbereitungen zum Benefizkonzert.

Bundestagsabgeordnete Maria Michalk (li.) lässt sich von Leiterin Lydia Tietz (re.) über die Arbeit des ambulanten Hospizdienst informieren. Die ehrenamtlichen Hospizbegleiter bei Vorbereitungen zum Benefizkonzert.

Mit großer Aufmerksamkeit verfolgte die Abgeordnete während der Gespräche die Töpferarbeiten der Hospizer. Seit einigen Tagen trafen diese sich regelmäßig um kleine Engel zu töpfern. Diese dienen in erster Linie den ehrenamtlichen Hospizbegleitern als Werkzeug für ihre Arbeit. Die Begleiter geben diese den Betroffenen in die Hand. Während der gesamten Begleitung verbleiben diese bei dem Sterbenden. Sie vermitteln das Gefühl von: Hallo, du bist nicht allein. Ich steh dir bei. Andererseits ist es auch das Zeichen für die Betroffenen: Jetzt ist dein Begleiter, dein Freund in dieser schweren Zeit bei dir. In Zeiten, wenn der Betroffene schwächer wird, wenn selbst das Augen aufschlagen schwer fällt, das Gehör nachlässt, genügt hier der Tastsinn um seine Begleiter zu erkennen.